Nachricht

Traumberuf Pflege

"Wähle einen Beruf den Du liebst und Du brauchst keinen Tag in Deinem Leben mehr zu arbeiten!"

(Konfuzius)

Wir haben mal bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachgefragt: Wollten Sie schon immer den Beruf des Altenpflegers oder Altenpflegehelfers ausüben? Wie sind Sie zu ihrer heutigen Tätigkeit gekommen und noch viel wichtiger - ist es heute ein Traumberuf für Sie?

 

"Ohne Nächstenliebe kann man nicht pflegen!"

Ingrid Brünjes, Leiterin der Pflegerufzentrale

Ingrid Brünjes, gelernte Altenpflegerin und Leiterin der Pflegerufzentrale wusste schon früh, was sie werden wollte. Ihren ersten Kontakt zur Pflege älterer Menschen hatte sie bei ihrem Konfirmationspraktikum. "Es war ein Schock für mich. Die Bedingungen waren schrecklich", erzählt sie von ihrer ersten Erfahrung. Für sie stand fest: "Ich werde Altenpflegerin und zeige der Welt, ich kann was verändern!" Doch zunächst kam es anders. Durch ihre erste Schwangerschaft brach sie die mittlere Reife ab. Ihr weiterer Weg führte sie zunächst als Aushilfskraft an eine Hotelrezeption und ins Krankenhaus. Zufrieden war sie damit nicht. Ihr Traum blieb es, eine Ausbildung in der Pflege abzuschließen. "Damals sagte ich, wenn ich mal im Lotto gewinne, mache ich eine Ausbildung", erinnert sie sich. Einen Lottogewinn brauchte sie letztendlich doch nicht. Auf den Rat einer Freundin erkundigte sie sich  beim Arbeitsamt und fand eine Möglichkeit, die ersehnte Ausbildung zu machen. Jahrelang arbeitete sie in der ambulanten Pflege bei der Caritas. Heute leitet sie die Caritas-Pflegerufzentrale und ist zufrieden. Rückblickend sagt sie: "Altenpflege - das ist mein Beruf. Ich würde immer wieder diesen Weg gehen!"

 

"Pflege ist definitiv kein langweiliger Beruf!"

Gabriele Schilling

Gabriele Schilling war von der Idee der Altenpflege erstmal wenig begeistert. "Meine Berufung war es Krankenschwester zu sein. Ich habe meine Ausbildung im Krankenhaus gemacht", erzählt die Leiterin des  Caritas-Seniorenheimes St. Josefsheim. "Altenpfleger hatten damals einen schlechten Ruf - das sind die, die es nicht packen, hieß es", erinnert sie sich. Heute weiß Gabriele Schilling, dass an diesem Vorurteil nichts Wahres dran ist. Nach der Geburt ihres ersten Kindes, will sie wieder in Teilzeit in den Beruf einsteigen. So kommt sie zur ambulanten Pflege, an der sie Gefallen findet. Sie machte eine Weiterbildung zur Pflegedienstleisterin und bewarb sich dann auf eine Stelle bei der Caritas Altenhilfe. Heute, als Leitung, sieht sie ihre Hauptaufgabe in der Qualitätssicherung: "Mir ist es wichtig, den Menschen eine gute Lebensqualität zu ermöglichen!" Obwohl ihr Fokus nun auf der Organisation der Pflege und allem Drumherum liegt, ist ihr der Kontakt zu all ihren Bewohnern eine Herzensangelegenheit.

 

"Für Pflege braucht man viel Herz, gleichzeitig darf man nicht zu weich sein!"

Carmen Böhm

Seit Carmen Böhm 16 Jahre alt war, wollte sie Altenpflegerin werden. "Ich bin in der DDR aufgewachsen. Mein Notendurchschnitt war damals leider nicht gut genug und ich machte erstmal eine Ausbildung zur Kundendienstfacharbeiterin", erzählt sie. Später floh Carmen Böhm mit ihrem Mann und ihrem Kind in den Westen. Dort belegte Sie einen Pflegebasiskurs und fing eine Altenpflegeausbildung an, die sie jedoch aufgrund eines Umzugs nach Berlin abbrach. Kurz darauf begann sie als Hauspflegerin in der ambulanten Pflege bei der Caritas Altenhilfe zu arbeiten. Die Ausbildung als Altenpflegerin wollte sie bewusst nicht erneut beginnen: "Als Pflegekraft habe ich einen anderen Bezug zu den Menschen. Ich verbringe viel mehr Zeit mit ihnen." Sie arbeitet jetzt seit 25 Jahren in der ambulanten Pflege und kann sich auch nichts anderes mehr vorstellen. "Mir gefällt die Arbeit sehr. Ich lerne viele interessante Menschen, mit spannenden Biografien kennen", erzählt sie.

 

"Man braucht viel Geduld, Empathie und vor allem Nervenstärke."

Sabine Pietruska

Sabine Pietruska arbeitet seit fünfeinhalb Jahren als Pflegefachkraft und Praxisanleiterin im Caritas-Seniorenheim St. Josefsheim. Ursprünglich ist sie gelernte Erzieherin. "Ich wollte speziell mit behinderten Menschen
arbeiten, aber es war schwer an diese Stellen ranzukommen", erklärt sie. Nachdem sie einen Tag lang im Seniorenheim hospitierte, begann sie eine Altenpflegeausbildung. "Ich bin gern mitten im Geschehen und mag die Arbeit mit alten Menschen. Die Bewohner geben mir viel zurück", erzählt Sabine Pietruska von ihrer Arbeit. Auch wenn die Arbeit manchmal sehr hart ist, hat sie für die Bewohner immer ein Lächeln parat. "Als Altenpflegerin braucht man viel Geduld, Empathie, Nervenstärke und vor allem Humor", sagt sie.

 

"Ich lerne jeden Tag etwas dazu!"

Janette Werner

Dass Janette Werner heute Seniorenberaterin ist, verdankt sie eher dem Zufall. "Mir war zeitig klar, dass ich etwas Soziales oder Kreatives machen möchte", erinnert sie sich. Es sollte jedoch die Arbeit mit Jüngeren sein. Janette Werner machte nach dem Abitur zunächst ein Praktikum in Russland und half dort Straßenkindern und Obdachlosen. Danach studierte sie Sozialpädagogik. Als Sozialarbeiterin arbeitete sie bei verschiedenen Projekten mit, bis sie einen Anruf von einer ehemaligen Kommilitonin erhielt. Diese erzählte ihr von einer freien Stelle als Sozialarbeiterin in einem Seniorenheim. Janette Werner wurde neugierig und bewarb sich. Sie war seitdem in verschiedenen Einrichtungen und Positionen bei der Caritas Altenhilfe tätig. "Mein Beruf ist sehr abwechslungsreich und ich bereue nichts! Die Entscheidung für einen sozialen Beruf bedeutet immer, dass man ein bisschen was von sich gibt, aber ich bekomme so viel zurück. Ich lerne jeden Tag etwas dazu", lächelt sie.