Ausbildungsbedingungen

1. Gesundheit-Berufe-Tag: Wir waren da!

Nachdem wir schon im März mit Frau Kolat im Caritas-Werkstattgespräch zu den Rahmenbedingungen in der Pflegeausbildung im Gespräch waren, fanden wir das spannend! Drei unserer Altenpflege-Azubis, die gleichzeitig auch auf www.blog.caritas-pflegeazubi.de schreiben, auch. Die Berufsschule ließ sich sofort überzeugen Bernd Maier, Gabi Kostic und Christiane Reinsdorf für den Tag und die Teilnahme freizustellen.

Indeenfindung in Arbeitsgruppen

Frau Kolat besucht die Arbeitsgruppe unserer AzubisFrau Kolat besucht die Arbeitsgruppe unserer Azubisphotothek.de

Rund 200 Auszubildende in Gesundheitsberufen, darunter angehende Kranken- und Altenpflegekräfte, Hebammen und Therapeuten, kamen im nhow Hotel an der Oberbaumbrücke unter dem Motto "Eure Meinung - Unsere Zukunft" zusammen, um mitzureden. Und das taten sie! In zehn verschiedenen Themengruppen, wie z. B. "Interdisziplinäre Zusammenarbeit", "Versorgung von Patienten", "Rahmenbedingungen in Gesundheitsberufen", "Ausbildungsbedingungen", "Gesundheitsförderung" teilten sich die Auszubildenden auf, identifizierten und diskutierten Probleme und entwickelten konkrete Lösungsansätze.

Im Dialog mit Senatorin Dilek Kolat

Im Dialog mit Pflegesenatorin Delek KolatIm Dialog mit Pflegesenatorin Dilek KolatBerlin Partner/ photothek.de

Während Bernd, Gabi und Christiane sich Gedanken um die Rahmenbedingungen in der Ausbildung machten, hatten Ausbildungskoordinatorin Nadin Pohl und Pressesprecherin Claudia Appelt Gelegenheit für ein ausführliches Gespräch unter sechs Augen mit Senatorin Kolat. Das angeregte Gespräch drehte sich um ein Ausbildungsstipendium für die Weiterqualifizierung von Pflegehilfskräften (was bereits im Werkstattgespräch im März diskutiert wurde), die Beteiligung der Krankenkassen an der Ausbildung von Altenpflegefachkräften (vor allem ambulant erbringen diese Krankenkassenleistungen), um eine bessere Refinanzierung von Praxisanleitern, um die Angleichung der Ausbildungsvergütungen und Lohnniveaus zwischen Alten- und

Auf dem Weg zu den Arbeitsgruppen mit Delek KolatAuf dem Weg zu den Arbeitsgruppen mit Dilek Kolatphotothek.de

Krankenpflege - insbesondere in Hinblick auf die Generalistik. Frau Kolat vermittelte uns den Eindruck, dass sie dabei ist, für einige Verbesserungen zu kämpfen - mit Akteuren, die sie durch den von ihr begründeten Berliner-Pflege-Pakt regelmäßig an einen Tisch bringen will sowie auf Bundesebene. Auch die Ergebnisse des Gesundheit-Berufe-Tag will sie nachhalten und in einem Jahr mit den teilnehmenden Auszubildenden prüfen, was umgesetzt werden konnte. Wir werden das im Blick behalten und wieder dabei sein!

Offene Ohren für die Arbeitsergebnisse

Senatorin Kolat lässt sich erste Arbeitsergebnisse vorstellen.Senatorin Kolat lässt sich erste Arbeitsergebnisse vorstellen.photothek.de

Frau Kolat ging am späten Vormittag durch alle Arbeitsgruppen und verschaffte sich einen persönlichen Eindruck von der Stimmung, den Problemen und den Lösungsideen - und hörte zu. Für Handlungsfeldmanagerin Antonia Jung war es nicht einfach, die Senatorin wieder aus den Gruppen herauszulotsen. Interessant war, dass alle Gruppen nach vorne dachten und nicht bei den Problemen hängen bleiben wollten. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden im großen Plenum mit wirklich beeindruckendem Engagement vorgestellt. Es sind viele interessante und sinnhafte Ansätze und Ideen dabei gewesen. Die Auszubildenden bewiesen eine sehr reflektierte Perspektive auf ihren Wunsch-Beruf.

Delek Kolat mit 200 Auszubildenden am Gesundheit-Berufe-TagDilek Kolat mit 200 Auszubildenden am Gesundheit-Berufe-Tagphotothek.de

Unser Fazit:

Christiane: Es war ein ganz toller Tag! Für mich war es spannend anderen Berufsgruppen zuzuhören und festzustellen, dass es leider überall in der Ausbildung im Gesundheitswesen die gleichen Probleme gibt. Ich finde es sehr wichtig dass solche Veranstaltungen stattfinden und uns endlich jemand zuhört. Auch wenn nur kleine Schritte in die Tat umgesetzt werden, bringen uns diese auch ans Ziel. Ich hoffe, dass ich noch oft die Möglichkeit habe, daran teilzunehmen. Damit wir viele, besonders junge Menschen, motivieren in unseren tollen Beruf zu gehen.

Bernd: Der Tag war gelungen, wenn auch mit einigen Abstrichen. Die sehr unterschiedlichen Berufsgruppen und der ambitionierte Zeitrahmen erlaubten nur ein "ankratzen" der Probleme. Für eine erste Übersicht der Probleme sowie um  einen Eindruck über die Stimmungslage der Auszubildenden zu bekommen, mag dieser Tag wohl das geeignete Instrument für Frau Kolat sein. Mehr aber auch nicht. Wenn sich die nächste Gelegenheit ergibt, möchte ich trotzdem - oder erst Recht - an solch einer oder einer ähnlichen Veranstaltung teilnehmen.

Gabi: Ich habe mich sehr gefreut, dabei sein zu dürfen und zu sehen, wie verschiedene Berufe gemeinsam an einem Strang ziehen, um Verbesserungen zu schaffen, den Berufszweig Gesundheit zu würdigen und attraktiver zu machen. Ob die Senatorin Wort hält, bleibt abzuwarten.

Nadin: Ich war sehr beeindruckt über die große Motivation der Auszubildenden, sich nicht für ihren Beruf zu verstecken, sondern ihn mit Stolz auszuüben und über die Bereitschaft einen Wandel in der Pflege herbeizuführen. Unbedingt muss es gelingen die Motivation der Auszubildenden zu halten und sie gut durch die Ausbildung zu begleiten!

Mehr zum Gesundheit-Berufe-Tag 2018 sowie die Foto- und Bilddokumentation findet sich auf der Seite von Berlin Partner.