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Stand: 15.05.2018

Pressemitteilung

Pflege

Bundesfamilienministerin Giffey und Ministerpräsident Woidke im Dialog mit Auszubildenden in der Altenpflege

Die Ministerin und der Ministerpräsident wollen sich im direkten Dialog mit Auszubildenden, Pflegekräften und Fachleuten der Caritas über das Thema Pflegeausbildung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf austauschen. Pressevertreter sind dazu herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten (c.appelt@caritas-altenhilfe.de).

In keinem anderen Bundesland schreitet der demographische Wandel so schnell voran wie in Brandenburg. Bis zum Jahr 2030 müsste die Anzahl von Pflegeheimen und das entsprechende Pflegepersonal um 70 Prozent erhöht werden, um dem Bedarf gerecht zu werden. Schon heute gibt es in Pflegeheimen im Land Brandenburg einen Aufnahmestopp. Es wird händeringend nach Personal gesucht, leider zumeist erfolglos. Es fehlen Ausbildungsplätze in der Altenpflege, weil die Anforderungen an Ausbildungseinrichtungen sehr hoch sind. Außerdem müssen die Arbeitsbedingungen familienfreundlicher gestaltet werden. Hierzu ist es notwendig, die Arbeitsvergütung anzuheben und die Rahmenbedingungen für die Ausbildung in der Pflege zu verbessern, um die wachsenden Versorgungslücken zu schließen.  

Im Moment sind viele Hoffnungen auf die Umsetzung des Pflegeberufereformgesetzes gerichtet. Damit verbunden ist die generalistische Ausrichtung in der Pflegeausbildung, die sicherstellen soll, dass Pflegefachkräfte künftig Zugang zu allen Bereichen des Berufsfeldes der Pflege haben. So werden Altenpflege und Krankenpflege endlich gleichgestellt. Hierdurch soll künftig mehr Nachwuchs für die Pflege - und damit auch für die Altenpflege - gewonnen werden. Das löst aber nicht alle Probleme. 

Um zusätzliche Pflegefachkräfte zu gewinnen, hat die Weiterqualifizierung von Pflegekräften zu Pflegefachkräften einen hohen Stellenwert. Wenn Frauen nach der Erziehungszeit diese Weiterqualifizierung anstreben, scheitert die Umsetzung häufig daran, dass ihre Familien auf das Einkommen als Pflegekraft angewiesen sind und sie nicht von der niedrigeren Ausbildungsvergütung leben können. Wir halten daher einen Ausbau und eine Vereinfachung der Förderung dieser Weiterbildung für zwingend notwendig.

Weitere Informationen:  Claudia Appelt  -  Telefon: 030 857 84 116 Mobil:  0151 18 24 64 45